Wird die Hündin durch den ungewollten Deckakt trächtig, wird der Deckakt als Sachbeschädigung angesehen.

Im Rahmen der Schadensminderungspflicht ist in einem solchen Fall der Halter der Hündin jedoch verpflichtet eine Abtreibung vornehmen zu lassen. (Landgericht Kassel, Az: ZfS 81,263)

Wer einen Hund im Auto mitnimmt, muss dafür sorgen, dass er beim Fahren nicht von ihm gestört wird.
Mit dieser Begründung wies das OLG Nürnberg die Klage eines Hundehalters gegen seine Kfz-Vollkaskoversicherung ab. Während der Fahrt war ihm sein Jagdhund ins Lenkrad gesprungen und hatte so den Unfall verursacht. Die Richter billigten ihm keinen Schadensersatzanspruch (hier 94.000 €) zu, weil er diese Situation selbst fahrlässig herbeigeführt hatte. Als Autofahrer muss er nicht nur sein Gepäck sicher verwahren, sondern auch den mitfahrenden Hund. Durch ein Abtrennetz oder einen Hundesicherheitsgurt hätte sich der Vierbeiner jedenfalls so sicher im Auto unterbringen lassen, dass diese gefährliche Situation gar nicht erst entstanden wäre. Weil der Autofahrer diese Verkehrsmaßnahmen aber unterlassen hatte,wurde seine Schadensersatzklage abgewiesen. (Oberlandesgericht Nürnberg, Az.: 8 U 2819/96)

Was passiert, wenn ein freilaufender Rüde, die eigene, angeleinte und läufige Hündin deckt?

Wie ist das mit den Schadensersatzansprüchen? Der vom Hundehalter nicht gewünschte Deckakt stellt eine Tiergefahr, nach § 833 BGB, dar und ist somit schadensersatzpflichtig. (Oberlandesgericht Schleswig, Az: 7 U 9/92)

Quasi gewaltsam verschaffte sich ein Mischlingsrüde Zugang zu seiner angebeteten Rottweiler-Hündin. Er grub sich unter dem Zaun durch, und es kam zu einem Deckakt.
Um die ungewollte Trächtigkeit zu beseitigen, wurde die Hündin kastriert und die Welpenföten wurden entfernt. Diese Kosten sollte der Halter des Mischlingsrüden bezahlen, der sich aber weigerte. Das Gericht gab dem Halter der Hündin teilweise Recht. Durch den ungewollten Deckakt ist dem Halter der Hündin ein Schaden entstanden. Dieser musste nicht damit rechnen, dass der Rüde die Grundstückseinfriedung überwindet. Er war weiter auch nicht verpflichtet, die Trächtigkeit austragen zu lassen, da die Folgekosten für das Aufziehen der Welpen höher gewesen wären als eine Unterbrechung der Trächtigkeit. Die Kosten der Kastration musste der Rüdenhalter aber nicht in voller Höhe bezahlen, da bei einer frühzeitigen Kontrolle der Hündin eine kostengünstigere Hormonspritze die Trächtigkeit bereits beseitigt hätte. (Amtsgericht Lampertheim, Az: 3 C 306/98)
Zwischen Vermieter und Mieter wurde ein Mietvertrag mit dem Zusatz abgeschlossen, daß der Mieter den Garten zu pflegen hätte.
Der Vermieter nutzte aber diesen Garten auch als Auslauf für seinen Hund. Als der Mieter dann aber festellte, daß der Garten mehr und mehr zu einem “Hundeklo” wurde, stellte er die Pflegearbeiten ein. Dies wiederum veranlasste den Vermieter, einen Gärtner zu beauftragen und verlangte vom Mieter die verauslagten Gartenpflegekosten in Höhe von 2.000 € zurück. Seine Schadensersatzklage hatte aber keinen Erfolg. Wird das Gebrauchsrecht am Garten vom Vermieter beeinträchtigt, so ist der Mieter berechtigt, die gärtnerische Pflegeleistung zu verweigern. Eine Beeinträchtigung ist bereits dann gegeben, wenn der Hundeauslauf sich zu einer Nutzung als “Hundeklo” entwickelt. Hundeauslauf heißt nicht automatisch, daß das Koten und Unrinieren des Hundes gestattet ist. (Landgericht Köln, Az.: 12 S 185/94)