Wir beraten Sie bei der Auswahl des richtigen Hundes und begleiten Sie in den den ersten wichtigen Tagen, damit Sie und Ihr neues Familienmitglied ein Team werden. Dabei achten wir auf typische Rassenmerkmale und berücksichtigen Ihre charakterliche Eingenschaften und ihr häusliches Umfeld, damit die Fellnase auch wirklich zu Ihnen und Ihrer Familie passt.

Was ist denn eigentlich der "typische" Tierheimhund? Richtig, es gibt ihn nicht, den Tierheimhund. Dennoch hört man immer wieder aus allen Richtungen die Warnung vor dem traumatisierten Hund aus dem Tierheim. Es stimmt tatsächlich, dass man im Tierheim eher als bei einem Züchter verwahrloste und misshandelte Tiere mit großen psychischen Auffälligkeiten findet.

Ihr neuer bester Freund kann auch im Tierheim auf Sie warten

Wo kommen die Tierheimhunde her? Man stellt sich unwillkürlich verschmutzte Wohnungen und aggressive betrunkene Menschen vor, die auf einem armen Hund herumprügeln. Und ja, So etwas gibt es! Leider viel zuviel. Trotzdem sind die Insassen des normalen deutschen Tierheimes - was auch immer das Individuum darunter verstehen mag - zumeist unschuldig verurteilt.

Es existieren leider keine offziellen Zahlen, aber aus unserer Erfahrung können wir behaupten, dass die allermeisten Hunde, die aus den verschiedensten Gründen im Tierheim sitzen keine solchen gebrochenen Extremfälle sind, sondern ganz normale Hunde. Ausnahmslos jeder Hund kann durch einen Schicksalsschlag im Tierheim landen - auch Ihrer. Und die meisten Hunde überstehen ihre Zeit im Tierheim ohne psychische Schäden.


Wenn Sie einen Hund aus dem Tierheim möchten, aber noch unerfahren sind und Angst um Ihre Sicherheit oder die Ihrer Kinder haben, dann beherzigen Sie folgenden Tipp: wählen Sie einen bereits erwachsenen Hund mit bekannter Vorgeschichte. Warum? Ich erkläre es Ihnen.
Vorteile, die ein solcher Tierheimhund für den Anfänger mit sich bringen kann sind z.B.

der Hund ist bereits erwachsen und hat eventuell eine gute Erziehung - Sie umgehen damit, dass Sie eigene Fehler in die Welpenerziehung mit einbringen
der erwachsene Hund ist in seiner Entwicklung "fertig" und birgt normalerweise keine großen Überraschungen - Ihr Welpe wird sich im Laufe seines Lebens noch mehrfach ändern (Pubertät - manche Hunde haben zwei davon!)
ein Mischling kann den Vorteil haben, dass er meist keine extremen Ausprägungen einer Jagd- Hüte- oder anderweitiger Arbeitsneigung hat - Arbeitshunde sind im Familienalltag oft schwer zu integrieren

Trotz allen Mitleids - erkundigen Sie sich immer über die Vorgeschichte eines Hundes

Und leider ist nicht jedes Tierheim ehrlich, manche verschweigen bekannte Verhaltsauffälligkeiten und manche Verhaltensweisen treten erst auf, wenn der Hund in einer vertrauten Umgebung aufblühen kann. Dieses Risiko besteht.
Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass auch Züchter nicht selten die Wahrheit in ihrem Sinne auslegen, Fakten vertuschen, Papiere fälschen oder Ihnen wissentlich ein krankes Tier verkaufen. Oder der vermeintliche Züchter beeindruckt Sie mit seinem hübsch geschmückten Vorgarten und verschweigt Ihnen die ausgemergelten, kranken Zuchthündinnen im Hinterhof. Ein Hundekauf birgt immer ein Risiko, egal woher Sie den Hund bekommen.

Deshalb ein paar generelle Tipps:

Lassen Sie sich von einem Hundetrainer beraten und Ihren neuen Hund aus Auffälligkeiten und Wesen prüfen. 
• Gehen Sie mit dem gewünschten Traumhund ein paarmal spazieren, bevor Sie sich festlegen - nehmen Sie auch Ihre Familie mit
Beobachten Sie den Hund gut, wie reagiert er auf Männer, Frauen, Kinder und andere Hunde?
• Stellen Sie Fragen, sein Sie nicht zu schüchtern. Haben Sie den Eindruck man verschweigt Ihnen etwas?
Nehmen Sie, wenn möglich, jemanden mit, der sich mit dem Verhalten von Hunden gut auskennt
• Als positiv ist es zu bewerten, wenn Ihnen über störende Eigenarten des Hundes offen Auskunft erteilt wird

Wenn Sie dies alles beherzigen, ist die Wahrscheinlichkeit einer späteren Enttäuschung wirklich sehr gering. Aber ganz egal wofür Sie sich entscheiden, treffen Sie Ihre Entscheidung auf jeden Fall überlegt und schlafen Sie eine Nacht darüber.
Wenn Sie sich von Eigenarten des beschriebenen Tierheimhundes abgeschreckt fühlen, denken Sie darüber nach, dass auch ihr Welpe einmal ein erwachsener Hund mit Eigenarten werden wird. Beim Tierheimhund kennen Sie diese zumindest und können fachkundig darauf reagieren. Wie auch immer Sie sich entscheiden - ein neuer Hund ist immer eine Überraschung und ein neues Abenteuer.

Genausowenig wie ein Mensch dem anderen gleicht, gleicht ein Hund dem anderen. Der eine lernt schnell, der andere braucht ein klein wenig mehr Zeit. Der eine Hund liest seinem Herrchen oder Frauchen jedes Wort von den Lippen ab, der andere ist nicht ganz so aufmerksam. Während große Hunde oft zur Gemütlichkeit neigen, sind kleine Hunde meist quirlig und aktiv.

In unseren Kursen gehen wir sowohl auf rassenspezifische Eigenschaften ein als auch auf das individuelle Verhalten Ihres Vierbeiners. Es gibt kein Patentrezept, das für alle Hunde gilt. Deshalb arbeiten wir gezielt an den jeweiligen Stärken und Schwächen. Und wir betrachten Sie und Ihren Hund als Team und fördern Sie entsprechend individuell. So lange bis Sie zufrieden sind.

Auf einem Hundeplatz kann ein Hund viel lernen. Wichtig ist jedoch, dass das Gelernte auch im Alltag funktioniert: Zu Hause und bei Spaziergängen.

Hundeplätze sind meist in einer ruhigen Umgebung angesiedelt, wo es kaum Ablenkungen gibt. Wenn Sie jedoch mit Ihrem Hund in belebte Zonen oder Innenstädte gehen, strömen viele verschiedene Gerüche und Geräusche auf ihn ein. Da spielt so manch ein Hund, der vorher lammfromm war, auf einmal verrückt. Das muss nicht sein. Geben Sie sich und Ihrem Hund die Chance, sich gemeinsam mit uns darauf vorzubereiten.

Auch wenn es mal richtig laut ist, sollte der Hund in der Lage sein, sich auf Sie als Halter zu konzentrieren. Deshalb üben wir mit Ihnen und Ihrem Hund nicht nur auf dem Hundeplatz, sondern unternehmen auch Ausflüge in die Stadt oder in den Wald. Nur so kann der Hund lernen, auch mal fünf Minuten zu warten, obwohl es nach Essen oder Wild riecht und er am liebsten lospreschen möchte.

Sie als Hundeführer brauchen nicht nur auf dem Platz die Sicherheit, dass Ihr Hund auf Sie hört, sondern vor allem in der normalen Umgebung, und zwar jederzeit - auch bei Lärm.

Kein Hundehalter ist im Alltag ständig mit Spray-Halsband oder Klicker unterwegs. Deshalb legen wir Wert darauf, Hunde mit Mitteln zu konditionieren, die immer da sind: mit Ihrer Stimme, mit Ihrer Gestik, mit Ihrer Mimik. Zudem schulen wir Sie, mit Ihren Händen zu arbeiten. Auch mit gezieltem Klatschen und Schnipsen können Sie Ihren Hund auf sich aufmerksam machen.

Ihr Hund muss in jeder Situation folgen. Belohnungen sind da durchaus hilfreich. Allerdings haben Sie sicherlich nicht permanent Leckerlis dabei. Daher achten wir darauf, dass Ihr Hund lernt, auch Lob und Streicheln als Anerkennung zu akzeptieren. Damit können Sie ihm dann jederzeit zeigen, dass er etwas gut gemacht hat.

Und weil wir Hunde wirklich mögen, arbeiten wir nach folgenden Grundsätzen:

  • Wir verzichten generell auf Hilfsmittel wie Halti, Zughalsband, Klicker oder ferngesteuerte Reizgeber.
  • Wir bilden Sie als Hundehalter zu einem "Rudelführer" aus.
  • Wir üben mit Ihnen alltagsnahe Trainingssituationen in authentischer Umgebung, dazu gehen wir auch in Fußgängerzonen oder auf Wochenmärkte.
  • Wir beachten rassenspezifische Eigenheiten und beraten Sie als Halter individuell.

Die Basis unserer Vorgehensweise und die Philosophie unserer Methoden ist die harmonische Zusammenarbeit von Hund und Mensch im Team. Dabei verzichten wir nach Möglichkeit auf jegliches Hilfsmittel.

Der Hauptaugenmerk unseres Trainings liegt auf dem Verhalten des Hundes innerhalb eines Rudels und auf der Schulung des Halters als Rudelführer.

Die Trainingsansätze und das Coaching stimmen wir individuell ab: auf Sie als Besitzer und Ihren Hund. Hunde und Menschen sind Lebewesen. Deshalb kann es auch keine "Bedienungshandbücher" geben. Wir passen unsere Schulungskonzepte jedem Menschen und jedem Hund an.

Wie das Trainingsprogramm aussehen wird, ermitteln wir in einem Erstgespräch. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die grundlegenden Charaktereigenschaften der Rasse, sondern auch den Grad der Ausprägung bei Ihrem Hund.